| In unseren eigenen vier Wänden fühlen wir uns im allgemeinen sicher. Eher rechnet man damit, dass einem unterwegs, oder auf der
Arbeitsstelle etwas zustoßen kann. Aber auch im eigenen Haus, oder der Wohnung lauern Gefahren, die aber oft nicht so offensichtlich sind.
Im wesentlichen sind es drei Dinge, von denen Gefahren ausgehen können. 1. Hausunfälle, 2. Brandgefahr, 3. Kriminalität. Diese drei wollen wir uns im einzelnen betrachten.
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Zu Punkt 1: Hausunfälle geschehen viel häufiger, als man meinen könnte. Hauptursache ist meist Unachtsamkeit und ungeeignetes oder schadhaftes Handwerkszeug, vor allem schadhafte Leitern und Tritte, oder, schlimmer noch, gefährliche Improvisorien derselben. Da wird schnell mal ein Stuhl auf einen Tisch gestellt und dieser "Turmbau als Aufstieg benutzt, wenn keine Trittleiter zur Hand war und es "wieder einmal ganz schnell gehen muß", oder vielleicht nur schnell eine Gardine aufzuhängen war und man meinte, dafür lohne es sich nicht, erst einen sicheren Tritt aus dem Keller zu holen. Überhaupt lauert der Unfall am ehesten dort, wo einem die Zeit im Nacken sitzt, egal, ob unterwegs, oder zuhause. Am gefährdetsten sind Kinder, da, schon aufgrund ihres Spieltriebs sie viele Gefahren noch gar nicht einschätzen können. Alle gefährlichen Gegenstände und Stoffe wie Medikamente, Reinigungsmittel und amdere gefährlichen Chemikalien gehören kindersicher verwahrt.
Ein Großteil der Unfälle geht auf das Konto von elektrischem Strom. Aufgrund der in Deutschland strengen VDE-Bestimmungen geht von intakten Geräten keine Gefahr aus, wenn sie bestimmungsgemäß benutzt und die Sicherheitshinweise beachtet werden. Bei mißbräuchlicher Benutzung und Mißachtung der Sicherheitsbestimmungen kann jedes Gerät zu einer Unfallquelle werden. Der Hersteller übernimmt in solchen Fällen keinerlei Haftung. Defekte Elektrogeräte mit schadhaften Isolierungen gehören ohnehin ausgemustert. Schadhafte oder mißbräuchlich benutzte Elektrogeräte können nicht nur zu Unfällen, sondern auch noch zu Bränden führen, womit wir beim Punkt 2 wären. Die Ursachen sind die gleichen, wie bei Unfällen, Unachtsamkeit und Menschliches Versagen. Vor einer vergessenen Pfanne voll überhitztem Fett über unbeaufsichtigte Kerzen bis hin zu defekten elektrischen Anlagen und Geräten reicht das breite Spektrum von Möglichkeiten, durch die Brände entstehen. Man kann zwar vieles im Haus selber machen und reparieren, interessante Links mit nützlichen Tipps, was man alles selber machen kann, finden Sie auf dieser Seite:
http://kelly-team.de
Von bestimmten Sachen sollte man aber als Laie unbedingt die Finger lassen, etwa Basteleien am Stromnetz, oder an der Gasleitung. Elektrische Anlagen sind heute im allgemeinen mit sogenannten FE-Schaltern abgesichert. In älteren Häusern sind es oft noch Schraubsicherungen. Diese niemals versuchen, zu flicken, niemals die Kontakte in der Fassung durch Hineinstecken von Metallgegenständen wie beispielsweise Nägel oder Schraubendreher überbrücken. Schaltsicherungen niemals durch Fixieren mit Klebeband oder ähnlichem ausser Funktion setzen. Springt beim Einschalten eines Elektrogerätes die Sicherung heraus, ist das Gerät defekt und muss entsorgt werden. Wer Sicherungen ausser Funktion setzt, riskiert, dass eine Tages das Haus im Flammen steht. Selbst 12 Volt aus einer Autobatterie können einen Brand verursachen, da deren Stromstärke extrem hoch ist, es können durchaus bis zu 100 Ampere sein. Das reicht, um einen Nagel durchzuschmelzen. Selbst bei Beachtung aller Sicherheitstipps besteht immer ein geringes Restrisiko (vor fremder Unachtsamkeit oder Brandstiftern ist man nie ganz sicher). Unerlässlich für den Feuerschutz sind deshalb Rauchmelder. Seit dem 01.01. 2011 sind sie in Schleswig-Holstein in allen Bauten, auch Althäusern zwingend vorgeschrieben. Immerhin kamen bislang jährlich in Deutschland 600 Menschen durch Feuer ums Leben, weil sie den Brand zu spät, oder gar nicht bemerkt haben. Todesursache ist auch meist nicht die offene Flamme, sondern die Vergiftung durch Rauchgase und Kohlenmonoxid, da diese während des Schlafes nicht bemerkt werden. Ein Rauchmelder warnt durch einen schrillen Pfeifton die Bewohner so rechtzeitig, dass noch genug Zeit zur Eigenrettung verbleibt, das sind in der Regel nur zwei Minuten. Da wird deutlich, dass man ohne Rauchmelder so gut wie keine Chance hat. Rauchmelder müssen in allen Schlafräumen angebracht werden, ferner in solchen Räumen, die beim Verlassen des Schlafraumes passiert werden müssen (Flure, Treppenhäuser). Bei Mietwohnungen ist der Vermieter gesetzlich verpflichtet, Rauchmelder installieren und warten zu lassen.
Kommen wir zu Punkt 3, Kriminalität. Hier reicht das Spektrum von Einbruch bis zu Betrügereien an der Haustür. Niemals fremde Personen unbedarft ins Haus lassen. Reparatur- und Wartungsarbeiten, wie etwa an Wärmemessgeräten an Heizungen, Warmwasserzählern und Rauchmeldern werden immer vorher angekündigt. Niemand kann sich herausreden, er müsse in Ihrer Wohnung etwas reparieren, wenn es nicht vorher angekündigt worden ist. Gesundes Misstrauen ist immer angebracht, und darunter braucht auch die Hilfsbereitschaft gegeüber Personen, die wirklich nur Hilfe brauchen, nicht leiden. Die werden für Ihr gesundes Misstrauen immer Verständnis haben, leute mit unehrlichen Absichten bestimmt nicht. Gegen Einbruch helfen schon einfachste Maßnahmen, um Langfingern ihr Handwerk zu erschweren. Bei Verlassen der Wohnung die Tür nicht nur zuziehen, sondern abschließen, sonst reicht schon ein Stück Blech, um sie ohne Schlüssel zu öffnen. Für Fenster, die von aussen leicht erreichbar sind, gibt es eine ganze Reihe gut wirkender Sicherheitsmassnahmen, am besten lässt man sich hier von Fachleuten beraten.
Bei einem Notfall in den eigenen vier Wänden, egal ob Unfall, Feuer oder Einbruch gilt als oberstes Gebot: Ruhe bewahren. Scheuen Sie sich nicht, den Notruf, 110 bei Einbruch, 112 bei Feuer oder Unfall zu wählen. Wichtig sind folgende Angaben: 1. Wer meldet. 2. Wo ist etwas geschehen. 3. Was ist geschehen, sind Personen verletzt, wenn ja, wieviele. So kann Ihnen schnellstmöglich die notwendige Hilfe zuteil werden. Notrufnummern sind übrigens kostenlos, hier spielt es keine Rolle, ob sie vom Festnetz, oder vom Handy aus angewählt wird.
Sehr nutzbringend ist auch der Abschluß einer Hausratversicherung, damit man im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzen bleibt. Nützliche Tipps und Hinweise zu Versicherungen:
http://neuer-versicherungsvergleich.blogspot.com/
glausen
Moderne Sicherungskasten mit FE-Schaltern, die im Interesse des Brandschutzes niemals außer Funktion gesetzt werden dürfen...
...sonst könnte bald der "Rote Hahn" in Ihrem Haus krähen.
Seit dem 01.01. 2011 sind in allen Häusern Rauchmelder zwingend vorgeschrieben.
Eine Rettungsleiter mit Stahlseilen zur Selbstrettung aus oberen Stockwerken, wenn das Treppenhaus unpassierbar ist.
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