Freitag, 29. Juni 2012

Wo der Ozean am tiefsten ist.


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Die tiefste Stelle im Ozean befindet sich im sogenannten Marianengraben, ca. 2000 km östlich der Philippinen im westlichen Pazifik.Der Marianengraben gehört zum sogenannten pazifischen Feuerring, eine Subduktionszone, die sich um den ganzen Pazifik zieht. Der Marianengraben liegt knapp östlich und genau parallel zur zu den mikronesischen Inseln gehörenden Inselkette der Marianen und erstreckt sich nördlich und südlich der marianischen Insel Guam.
Die tiefste Stelle, das sogenannte Witjastief liegt süd-südwestlich der Insel Guam, ca. 142° östlicher Länge und 12° nördlicher Breite am südlichen Ende des Marianengrabens. Diese Stelle ist 11034 m tief und damit die tiefste bekannte Stelle der Erde. Der Wasserdruck beträgt dort 1170 bar. Der Marianengraben erstreckt sich über ca. 2500 km sichelförmig zwischen dem 12. bis 25. nördlichen Breitengrad und dem 142. bis 147. östlichen Längengrad. Im Marianengraben schiebt sich die pazifische Platte unter die philippinische Platte, man bezeichnet das als Subduktion. Dasselbe Phänomen beobachtet man auch im östlichen Pazifik, an der Westküste Amerikas.  Diese Bruchzonen zeichnen sich durch häufige Erdbeben und Vulkanismus aus, wodurch im Ozean Flutwellen (Tsunamis) entstehen können. Treffen diese auf die Küsten, so richten sie dort verheerende Schäden an. Das Gegenstück zum pazifischen Feuerring, wo sich eine Erdkrustenplatte unter die andere schiebt, ist der mittelatlantische Rücken. Dort bricht die Erdkruste auf und die beiden Teile driften auseinander. Deshalb entfernen sich Afrika und Amerika um einige cm im Jahr voneinander, und der Atlantik vergrößert sich. Auch in dieser Zone gibt es Vulkanismus. Island im Nordatlantik liegt genau inmitten dieser Zone. Deshalb gehört der westliche Teil von Island genau genommen schon zum nordamerikanischen Kontinent. Auch in Ostafrika gibt es eine solche Bruchzone. In erdgeschichtlich ferner Zukunft in einigen Millionen von Jahren wird sich deshalb das sogenannte "Horn von Afrika" vom übrigen Teil des Kontinents lösen und zwischen beiden ein neuer Ozean entstehen. Afrika und Amerika hingen in erdgeschichtlich früher Zeit auch einmal zusammen. Der Pazifik hingegen dürfte sich wahrscheinlich immer mehr verkleinern, Asien und Amerika zusammenrücken, ungefähr mit derselben Geschwindigkeit, mit der Fingernägel wachsen. Die Erdbeben in den sogenannten Subduktionszonen entstehen dadurch, dass beim Absinken von einer Erdkrustenplatte unter die andere dies nicht gleichmäßig geschieht, sondern sich beide häufig verkannten, so dass sich eine Spannung aufbaut. Wird die zu groß, dann lösen sich beide Platten schlagartig voneinander, wobei sich beide ruckartig verschieben, oft um mehrere Meter pro Sekunde. Geschieht das unter dem Ozean, so kommt es zu Tsunamis. An Land können beide, Erdbeben und Tsunamis, verheerende Zerstörungen anrichten und Katastrophen auslösen.  So wie der Tsunami am 26. Dezember 2004 in Indonesien und Thailand. Seit dem sind die Erdbeben- und Tsunamiwarnsysteme im pazifischen Raum und im indischen Ozean immer mehr perfektioniert worden.
glausen

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