In diesem Blog berichte ich über dieses und jenes, was ich erlebe und unternehme, ob zu Hause, oder unterwegs, aktuelle und besondere Ereignisse in Fleckeby und Umgebung
Viele werden mein Wettertagebuch sicher schon vermisst haben. Aber ich war am Wochenende unterwegs - zur Nassen Nacht in Hanerau Hademarschen. War das ein Abenteuertrip! Dennoch bin ich im Nachhinein froh, dass ich doch noch hingefahren bin. Die Hinfahrt verlief problemlos, und ich habe das Freizeitgelände "Batz" sofort gefunden. Die Gastwirtin erlaubte mir, auf dem Gelände ihrer Waldgaststätte mein Zelt aufzuschlagen, ein einsames, ruhiges Plätzchen unter Bäumen.. Dann ging die Party auch bald los. Das Wetter dazu hätte besser nicht sein können, mild und windstill. Beinahe hätte ich noch die Gelegenheit zum Baden verpaßt, denn das Freibad an sich war nur bis eine Viertelstunde nach Mitternacht freigegeben, damit es zu keinen Unfällen mit Betrunkenen kommt. Und das wußte ich nicht, ich dachte, das Bad wäre die ganze Nacht geöffnet. Und ich wollte nicht zu früh ins Wasser, um nicht zulange in nassen Sachen herumlaufen zu müssen, weil man dann schnell friert, besonders natürlich nachts. Ich hörte nur am Rande, dass das Bad bald dichtgemacht wird. Der Bademeister bestätigte mir das. 20 Minuten vor der Schließung habe ich dann natürlich sofort die Gelegenheit genutzt und bin sofort in voller Kleidung hineingesprungen. Ich hätte mir vor Enttäuschung in'n Hintern gebissen, wenn ich diese Gelegenheit tatsächlich verpasst hätte.Dafür habe ich die Tour ja schließlich gemacht. Die Party ging natürlich noch viel länger, und tatsächlich, in der nassen Kleidung war es doch recht kalt, so dass ich mich doch bald umziehen mußte. Gegen drei Uhr war dann aber auch die Party zuende, und ich begab mich zu meinem ruhigen Zeltplätzchen. Von wegen ruhig. Mein Zelt stand nicht mehr allein da. Offenbar waren noch mehrere auf die Idee gekommen, auf dem Gaststättengelände zu campen. Drei Campnigbusse mit allesamt jungen Leuten standen dicht neben meinem Zelt, mit entsprechender Lautstärke, fast bis zum Morgengrauen. Und dann gab es obendrein auch noch Gewitter. Haben Sie schon einmal bei Gewitter im Zelt gelegen. Das ist was ganz anderes als in der guten Stube. Dazu klatschte der Regen auf das Zeltdach. Und selbst, als der vorbei war, tropfte immer noch Wasser von den Bäumen auf das Zelt, besonders, wenn eine Windböe durch die Bäume fegte. Als dann das Gewitter abgezogen war, und die jungen Leute endlich ruhig waren, wurde es auch schon wieder hell. Nix mit schlafen, ich habe in dieser Nacht kaum ein Auge zugemacht. Am nächsten Tag war Volksfest auf dem Batz. Und hier gab es eine gute Nachricht. Eigentlich wollte ich mittags schon wieder aufbrechen. Aber der Bademeister bestätigte mir auf meine Nachfrage, dass das Schwimmbad von 14- 18 Uhr während des Volksfestes noch einmal geöffnet würde und man auch dann noch einmal mit vollen Klamotten baden durfte. Die Gelegenheit wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, zumal die 20 Minuten Baden während der Nassen Nacht doch ein bisschen kurz waren, wenn auch besser, als gar nichts. Das Wetter zeigte sich wieder von seine besten Seite, am Nachmittag gab es einen großen Festumzug mit allen Vereinen und Verbänden der Gemeinde Hanerau Hademarschen, der eine reine Augenweide war. Dann war das Bad geöffnet, und diesmal nutzte ich die Gelegenheit sofort, zumal es über Tag natürlich viel wärmer war, als nachts. Und ich wollte auch gerne mal am Tage noch mal schwimmen gehen, das ist auch wesentlich angenehmer, weil man besser sehen kann und keine Scheinwerfer, die während der Nacht am Beckenrand aufgestellt waren, blenden. So blieb ich dann auch bis 18 Uhr.
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Dann trat ich die lange beschwerliche Heimfahrt an. Mir war klar, das ich die bis zur Einbruch der Dunkelheit nicht mehr schaffen würde. Kurz nach Aufbruch gab es dann noch einen kleinen Regenschauer, den Rest der Rückfahrt blieb es aber trocken. Der Weg über Land war relativ leicht zu finden, schlimm war es aber in Rendsburg. Die Straßenkarte, nach der ich mich richtete, war viel zu ungenau, viele Abzweigungen nicht eingezeichnet. So kam es, dass ich in Rendsburg total vom Weg abkam und nicht mehr wußte, wo ich eigentlich war. Ich mußte nur die Abfahrt Richtung Alt Duvenstedt finden, denn von da an kenne ich den Weg nach Fleckeby auswendig. Erschwerend kam die Dunkelheit hinzu. Erst mit Hilfe eines Tankwarts kam ich wieder auf den rechten Weg. Sonst ist ja auch am späten Sonntagabend niemand mehr auf der Straße. So verlor ich in Rendsburg mindestens eine Stunde. Die Anstrengung (ein Fahrradanhänger voll Campingausrüstung), vier Stunden Radfahren am Stück, das zwei Tage hintereinander und eine Nacht ohne Schlaf führen auch dazu, dass sich das Zeitgefühl ändert. Man meint, dass mehr Zeit vergangen ist und man eine längere Strecke zurückgelegt hat, als das tatsächlich der Fall ist.
Aber zu guter Letzt kam ich dann doch kurz vor Mitternacht wohlbehalten wieder in Fleckeby an. Und selbst, wenn ich von Vornherein wüßte, was für Strapazen mir bevorstehen würden, ich würde so eine Tour wieder machen. So ein schönes Fest war aller Mühe wert.
glausen
Mein Lagerplatz auf dem Batz in Hanerau Hademarschen
Die nassen Klamotten zumTrochnen ausgebreitet
Der Zelteingang
Dieses Video zeigt eine kurze Wetternachlese von meinem Partywochenende
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