Freitag, 29. Juni 2012

Bemannte Reise zum Mars - Utopie oder bald Wirklichkeit?

Der Mars stand schon immer im Mittelpunkt des Interesses und hat die Phantasie der Menschen beflügelt, was sich in zahllosen Sience-Fiction Romanen und -filmen widerspiegelt.1938 löste das realistisch wirkende Hörspiel "Krieg der Welten" vom Regisseur Orson Welles sogar eine Massenpanik aus, weil die Leute dachten, die Invasion von angeblichen Marsbewohnern, um die es im Hörspiel ging, sei Wirklichkeit, zumal damals viele noch an intelligente Bewohner auf dem Mars und anderen Nachbarplaneten glaubten.
Doch auch die Wissenschaft hat sich schon immer besonders intensiv mit dem Mars beschäftigt, da seine Oberfläche von der Erde aus mit Teleskopen leicht einsehbar ist und er der Erde am ähnlichsten ist, zudem ist er der Planet, der neben der Venus der Erde am nächsten kommen kann, ca. 54 Millionen km im günstigsten Fall. Schon 1659 entdeckte Christiaan Huygens eine dunkle dreieckige Zone auf dem Mars, 1877 glaubte der Italiener Giovanni Schiaparelli, dunkle Linien auf der Marsoberfläche zu sehen, welche er "Canali", italienisch für Gräben nannte. Das wurde dann propt von der Öffentlichkeit als Kanäle und damit als Werk intelligenter Bewohner interpretiert. Ende der 1957er Jahre begann das Zeitalter der Raumfahrt,  unbemannte Marsflüge seit Oktober 1960, denn schon in diesem Jahre, nur drei Jahre nach dem ersten erfolgreichen Start ihres ersten Erdsatelliten Sputnik 1 versuchten die Russen, die ersten Sonden zum Mars zu schicken, was aber erst im Jahre 1965 den Amerikanern gelang (Mariner4). Die Sonde lieferten die ersten Nahaufnahmen, die eine eher mondähnliche Landschaft mit vielen Kratern zeigten, aber offenbar weder Wasser, noch Hinweise auf Leben. 1971 landete die erste sowjetische Sonde Mars3 weich auf dem Mars, lieferte jedoch keine Bilder, da der Funkkontakt 20 Sekunden nach der Landung abbrach. Das gelang erst 1976 den amerikanischen Sonden Viking 1 und 2, die hervorragende Farbaufnahmen von der Marslandschaft zeigten. Zu sehen war eine äußerst steinige trockene Wüstenlandschaft und ein ocker- bis rosafarbener Himmel. Hinweise auf Leben zeigte sich hier aber auch nicht. Mittlerweile sind bis heute über 40 Missionen zum Mars geschickt worden, so viele, wie zu keinem anderen Planeten unseres Sonnensystems. Einige Missionen der letzten Jahre waren überaus erfolgreich, man denke nur an die Sonde Pathfinder mit dem Rover Sojourner 1997, die beiden Marsrover Spirit und Opportunity 2005, oder den Phoenix Marslander 2008, die die Erwartungen der Wissenschaftler weit übertroffen haben. Spirit und Opportunity waren nur für 3 Monate Funktionszeit ausgelegt und funktionierten über 5 Jahre, sie senden vermutlich noch heute Daten zur Erde, auch wenn sie inzwischen massive Verschleißerscheinungen zeigen. Etliche Sonden erkundeten den roten Planeten aus einer Umlaufbahn, z.B Mars Global Soveryour und Mars Express.
Eine weitere Mission, Mars Sience Laboratory ist seit November 2011 auf dem Weg zum Mars und wird voraussichtlich im August 2012 landen und ebenfalls einen Rover absetzen. Auch für 2013 und 2018 sind weitere Missionen geplant. Auch über eine bemannte Marsmission wird viel diskutiert, ist aber zumindest auf absehbare zeit nicht geplant. Rein theoretisch wäre eine bemannter Flug zum Mars durchaus möglich, aber mit erheblich mehr Aufwand und Kosten verbunden, als unbemannte Missionen, mal ganz abgesehen von den Gefahren für die Besatzung. Das fängt schon mit dem immens langen Zeitraum an, über den sich eine solche Reise erstrecken würde, nämlich über zwei Jahre bis zur Rückkehr auf die Erde, da Hin- und Rückflug nur zu bestimmten Zeiten möglich sind, nämlich dann, wenn Erde und Mars dafür in günstiger Position zueinander stehen. Man hat zwar auf den Raumstationen Mir und ISS Erfahrungen mit Langzeitaufenthalten im Weltraum gemacht, aber die Astronauten befanden sich immer im Erdorbit, von dort aus hätten sie im Notfall innerhalb weniger Stunden zur Erde zurückkehren können. Auf einem Flug zum Mars ist das hingegen nicht möglich und der kleinste Zwischenfall würde den Tod der Besatzung bedeuten. Mal ganz abgesehen von den sich daraus ergebenden psychischen und physischen Problemen. Alle langfristig ausgearbeiteten Programme, Europa hat das Jahr 2033 im Visier (Projekt Aurora), dürften daher wohl eher Visionen sein. Man sollte ohnehin zuerst einmal Geld dafür einsetzten, die Probleme auf unserer guten alten Erde zu lösen.
glausen

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Wo der Ozean am tiefsten ist.


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Die tiefste Stelle im Ozean befindet sich im sogenannten Marianengraben, ca. 2000 km östlich der Philippinen im westlichen Pazifik.Der Marianengraben gehört zum sogenannten pazifischen Feuerring, eine Subduktionszone, die sich um den ganzen Pazifik zieht. Der Marianengraben liegt knapp östlich und genau parallel zur zu den mikronesischen Inseln gehörenden Inselkette der Marianen und erstreckt sich nördlich und südlich der marianischen Insel Guam.
Die tiefste Stelle, das sogenannte Witjastief liegt süd-südwestlich der Insel Guam, ca. 142° östlicher Länge und 12° nördlicher Breite am südlichen Ende des Marianengrabens. Diese Stelle ist 11034 m tief und damit die tiefste bekannte Stelle der Erde. Der Wasserdruck beträgt dort 1170 bar. Der Marianengraben erstreckt sich über ca. 2500 km sichelförmig zwischen dem 12. bis 25. nördlichen Breitengrad und dem 142. bis 147. östlichen Längengrad. Im Marianengraben schiebt sich die pazifische Platte unter die philippinische Platte, man bezeichnet das als Subduktion. Dasselbe Phänomen beobachtet man auch im östlichen Pazifik, an der Westküste Amerikas.  Diese Bruchzonen zeichnen sich durch häufige Erdbeben und Vulkanismus aus, wodurch im Ozean Flutwellen (Tsunamis) entstehen können. Treffen diese auf die Küsten, so richten sie dort verheerende Schäden an. Das Gegenstück zum pazifischen Feuerring, wo sich eine Erdkrustenplatte unter die andere schiebt, ist der mittelatlantische Rücken. Dort bricht die Erdkruste auf und die beiden Teile driften auseinander. Deshalb entfernen sich Afrika und Amerika um einige cm im Jahr voneinander, und der Atlantik vergrößert sich. Auch in dieser Zone gibt es Vulkanismus. Island im Nordatlantik liegt genau inmitten dieser Zone. Deshalb gehört der westliche Teil von Island genau genommen schon zum nordamerikanischen Kontinent. Auch in Ostafrika gibt es eine solche Bruchzone. In erdgeschichtlich ferner Zukunft in einigen Millionen von Jahren wird sich deshalb das sogenannte "Horn von Afrika" vom übrigen Teil des Kontinents lösen und zwischen beiden ein neuer Ozean entstehen. Afrika und Amerika hingen in erdgeschichtlich früher Zeit auch einmal zusammen. Der Pazifik hingegen dürfte sich wahrscheinlich immer mehr verkleinern, Asien und Amerika zusammenrücken, ungefähr mit derselben Geschwindigkeit, mit der Fingernägel wachsen. Die Erdbeben in den sogenannten Subduktionszonen entstehen dadurch, dass beim Absinken von einer Erdkrustenplatte unter die andere dies nicht gleichmäßig geschieht, sondern sich beide häufig verkannten, so dass sich eine Spannung aufbaut. Wird die zu groß, dann lösen sich beide Platten schlagartig voneinander, wobei sich beide ruckartig verschieben, oft um mehrere Meter pro Sekunde. Geschieht das unter dem Ozean, so kommt es zu Tsunamis. An Land können beide, Erdbeben und Tsunamis, verheerende Zerstörungen anrichten und Katastrophen auslösen.  So wie der Tsunami am 26. Dezember 2004 in Indonesien und Thailand. Seit dem sind die Erdbeben- und Tsunamiwarnsysteme im pazifischen Raum und im indischen Ozean immer mehr perfektioniert worden.
glausen

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Könnte man Sonnenprotuberanzen auch ohne H-Alpha-Filter sehen?

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Im Gegensatz zur sogenannten Photosphäre, der eigentlichen gleißend hellen Sonnenscheibe kann man Protuberanzen ohne H-Alpha-Filter normalerweise nicht sehen, da sie etwa 100000 mal lichtschwächer sind, als die Sonnenoberfläche selbst.
Vorsicht bei Sonnenbeobachtungen! Niemals mit optischen Geräten ohne Schutzfilter direkt in die Sonne schauen, auch nicht mit bloßem Auge! Irreparable Augenschäden bis hin zur Erblindung wären die Folge! Stets ausreichend starke spezielle Sonnenfilter verwenden und die gehören grundsätzlich VOR das Fernrohrobjektiv, keine Okularfilter, die können durch Überhitzung im Teleskopfokus platzen! Steht kein Sonnenfilter zur Verfügung, hilft nur die Methode der Projektion des Sonnenbildes auf eine weiße Fläche, etwa ein weißes Stück Pappe. Das ist auch die sicherste Methode, die zudem den Vorteil hat, das mehrere Personen gleichzeitig das Bild der Sonne betrachten können wie auf einer Kinoleinwand. Dabei ist darauf zu achten, dass das Okular so angebracht wird, dass niemand versehentlich hineinschauen kann, am besten benutzt man ein sogenanntes Zenitprisma, das mit dem Okular nach unten vom Beobachter weg auf die weiße Projektionsfläche gerichtet ist.
Doch es gibt eine, wenn auch äußerst seltene Gelegenheit, die Protuberanzen ohne H-Alpha-Filter sehen zu können, nämlich während einer nur wenige Minuten dauernden totalen Sonnenfinsternis, bei der der Neumond die Sonne komplett verdeckt. 
Da der Mond uns aufgrund einer besonderen Laune der Natur nahezu genauso groß erscheint, wie die helle Sonnenscheibe, kann er diese im günstigsten Fall noch so gerade eben komplett abdecken, während die äußeren Bereiche der Sonne, in denen sich auch die Protuberanzen befinden, unverdeckt bleiben. In diesem Zustand, und nur in diesem kann die gleißend helle Photosphäre die Protuberanzen nicht mehr überstrahlen, so dass sie, wie übrigens auch die silbrigweiße Sonnenkorona, sichtbar werden. Normale Weißlicht-Sonnenfilter, wie auch die Projektionsmethode eignen sich nicht zur Beobachtung der Protuberanzen, da Weißlichtfilter das gesamte Sonnenlicht um den Faktor 1 zu 100000 schwächen, das gilt auch für das projezierte Sonnenbild, das ohnehin schon 100000 mal schwächere Licht der Protuberanzen wird also um den Faktor 100000 mal 100000, das entspricht dem Faktor 100 Millionen, geschwächt. Das ist genauso, als wolle man ein sonnenbeschienenes weißes Blatt Papier oder die Landschaft durch einen Sonnenfilter betrachten. Jeder, der schon einmal durch eine Sonnenfinsternisbrille hindurchgesehen hat, weiß, dass man dann, außer der Sonnenscheibe selbst, von der Umgebung nichts sieht.
Beim H-Alpha-Filter hingegen macht man sich eine besondere Eigenschaft der Protuberanzen zunutze. Sie bestehen aus ionisiertem Wasserstoffgas und leuchten im Gegensatz zur Photosphäre nur in einem sehr engen Spektralbereich, am intensivsten in der sogenannten roten H-Alpha-Linie von 256,28 Nanometer. Und diese Spektrallinie kann man mit sogenannten Interferenzfiltern aus dem gesamten Spektrum herausschneiden, während alle anderen Wellenlängen absorbiert werden. Man kann sich das so vorstellen, wie ein Funkempfänger, der auf eine bestimmte Funkfrequenz eingestellt ist. Genau dasselbe macht man mit einem H-Alpha-Filter, nur eben im optischen Bereich. Nur so ist es möglich, die Protuberanzen kontinuierlich zu beobachten, ohne auf totale Sonnenfinsternisse warten zu müssen.
 glausen

 Die Sonne im Licht der H-Alpha-Linie, mit drei großen Protuberanzen

Nur während einer totalen Sonnenfinsternis sind die Protuberanzen auch ohne H-Alpha-Filter zu sehen



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Ist der Vollmond von der ganzen Erde aus gleichzeitig zu sehen?

Nein, nur von der Erdhälfte aus, wo der Vollmond gerade über dem Horizont steht, also auf der Nachtseite, ist er gleichzeitig zu sehen. Doch weil sich die Erde dreht, bewegt sich die Nachtseite und damit die Zone, von der der Vollmond aus zu sehen ist, von Osten nach Westen, und zwar um genau 15 Längengrade pro Stunde.
Daher sind zum Beispiel Mondfinsternisse von der gesamten Nachtseite der Erde aus zu sehen, und weil sich die Erde dreht, erstreckt sich das Sichtbarkeitsgebiet einer Mondfinsternis, bei der der Vollmond durch den Kernschatten der Erde wandert, über mehr als 50% der Erdoberfläche. So fand am 10. Dezember 2011 eine totale Mondfinsternis statt, die bereits zwischen 13 und 14 Uhr begann, als der Mond noch unter dem Horizont stand, aber dennoch war die letzte Phase von Deutschland aus zu sehen, weil die Mondfinsternis bis 17:18 dauerte und der Mond in Deutschland inzwischen aufgegangen war, wegen der um diese Jahreszeit besonders langen Nächte und der nördlichsten Position des Vollmondes ging er z.B. in Fleckeby, Schleswig-Holstein an diesem Tag schon um 15:52 auf. Deshalb sind Mondfinsternisse für einen bestimmten Ort auf der Erde auch häufiger zu sehen, als Sonnenfinsternisse, denn im Gegensatz zum Vollmond und Mondfinsternis ist eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne vom sonst unsichtbaren Neumond mehr oder weniger  bedeckt wird, von einer wesentlich begrenzteren Region aus zu sehen, die Zone,in der nach und nach eine mehr oder weniger große partielle Phase zu sehen ist, erstreckt sich über nur ca. 1/3 der gesamten Erdoberfläche, die Zone einer totalen oder ringförmigen Sonnenfinsternis erfasst gar nur wenige Prozent der Erdoberfläche. Weil der Mond 400 mal kleiner ist, als die Sonne, aber auch 400 mal näher als diese, erscheinen beide annähernd gleich groß, mit geringen Schwankungen des Erde-Mondabstands. Daher ist das Gebiet einer totalen, oder, wenn der Mond in Erdferne steht, ringförmigen Sonnenfinsternis extrem klein, maximal 300 km, und eine totale, oder ringförmige Sonnenfinsternis für einen bestimmten Ort auf der Erde ist deshalb extrem selten, im Durchschnitt alle 400 Jahre. Eine partielle Sonnenfinsternis gibt es dagegen in Schnitt alle paar Jahre, sie kann in einem Umkreis von max. 7000 km Durchmesser gleichzeitig gesehen werden. Hingegen konnte der sogenannte Venustransit vom 6. Juni dieses Jahres (der ja auch eine Art "Mini-Sonnenfinsternis" ist), bei der nicht der Mond, sondern die Venus vor der Sonne vorbeiläuft, von weit mehr, als 50% der Erdoberfläche gesehen werden, da die Venus selbst zur Zeit ihres geringsten Erdabstandes während der unteren Konjunktion immer noch etwa 100 mal weiter von der Erde entfernt ist, als der Mond (ca. 40 Millionen km) und der Durchgang etwas mehr als sechs Stunden dauerte. Dafür ist im Gegensatz zu Sonnen- und Mondfinsternissen ein Venustransit extrem selten, es finden nur alle 105 1/2 oder 121 1/2 Jahre zwei Transite im Abstand von 8 Jahren statt. Die nächsten finden erst wieder am 11. Dezember 2117 und 8. Dezember 2125 statt. Der Planet Merkur tritt bereits am 9. Mai 2016 in den Nachmittagstunden vor die Sonne. Die nächste partielle Sonnenfinsternis ist von Deutschland aus am 20. März 2015, vormittags zu sehen, die nächste totale Mondfinsternis am 27/28. September in der 2. Nachthälfte.
glausen

                           Die Endphase der Mondfinsternis vom 10. Dezember 2011

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Gelbe Blätter beim Gummibaum, was kann man tun?


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Wenn die Blätter des Gummibaumes gelb werden, so kann das verschiedene Ursachen haben. Zu wenig, oder zu viel Feuchtigkeit (Staunässe) kann ebenso zum Absterben der Blätter führen, wie der Befall von Schädlingen wie etwa Spinnmilben, Thripsen oder Blattläusen. Möglicherweise steht er auch in zu kalter Zugluft, oder zu dunkel, oder der Topf ist zu klein. Er sollte hell bis sonnig stehen, gleichmässig feucht gehalten werden, also weder zu trocken, noch zu nass, schon gar keine Staunässe, denn das vertragen die allermeisten Zimmerpflanzen überhaupt nicht. Temperatur im Winter nicht unter 12°C, keine Zugluft, im Sommer bis 25°C. Mässig düngen. Zu hoch gewordene überalterte Pflanzen lassen sich durch Kopf- und Blattaugenstecklinge vermehren und so verjüngen.

  1. Blätter mit der Lupe auf Schädlinge untersuchen. Bei Befall die Blätter mit kalkfreiem Wasser und einem weichen Lappe abwaschen.
  2. Bei zu trockenem Wurzelballen gründlich wässern, am besten den Topf bis über den Rand einige Stunden in Wasser stellen und vollsaugen lassen.
  3. Bei zu kleinem Topf, oder Schäden durch Staunässe den Baum umtopfen in frische Blumenerde.
  4. Bei zu dunklem oder zu kalten Stand einen geeigneten Standort wählen.
  5. Zur Vermehrung Kopf- und Blattaugenstecklinge in keimfreie Anzuchterde unter Folie stecken, an besten in einem beheizbaren Vermehrungsbeet, Anzuchttemperatur 25-30°C, Blattaustrieb bestätigt gelungenes Anwurzeln, ist das geschehen, dann eintopfen und wie oben beschrieben kultivieren.


    • Beim Umtopfen einen nicht zu großen neuen Topf wählen, zwischen dem Wurzelballen und dem Topfrand sollte nicht mehr als zwei Finger breit Platz sein.
    • Bei Wurzelschäden durch Fäulnis infolge Staunässe alle verfaulten Wurzeln entfernen, die offenen Stellen mit Holzkohlepulver desinfizieren.
    • Sehr vorsichtig angießen, erst dann wieder Wasser geben, wenn Ballen fast trocken, wenn möglich Wärme von unten geben (über einer Heizung), bis der Schaden verheilt ist.
    • Darauf achten, dass niemals Wasser im Übertopf stehen bleibt um Staunässe zu vermeiden. Überschüssiges Wasser nach dem Gießen aus dem Übertopf entfernen.
    • Einmal gelb gewordene Blätter werden nicht wieder grün, sondern fallen irgendwann ab, die Pflanze treibt aber an der Spitze oder an der Seite wieder neue Blätter aus, wenn sie sich erholt hat.
    • Schädlingsbefall lässt sich durch regelmässiges Besprühen mit kalkfreiem weichen Wasser eindämmen, da diese häufig bei zu trockener Zimmerluft auftreten, vor allem im Winter ist die Heizungsluft oft sehr trocken. Und das vertragen viele Zimmerpflanzen nicht. Auch kühlere Temperaturen im Winter (12-15°C) helfen gegen Schädlinge, zumal bei kühlerer Luft die relative Luftfeuchtigkeit höher ist, als bei 22°C Zimmertemperatur.
     glausen



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Dienstag, 12. Juni 2012

Tips für Hobbyastronomen - worauf man beim Teleskopkauf achten sollte.

Oft sind es aktuelle historische oder seltene Ereignisse, die einen dazu bringen, Amateurastronom zu werden. Bei mir war es die erste Mondlandung im Jahr 1969, als ich gerade einmal zehn Jahre alst war. Bei anderen war es vielleicht 1997 der sehr helle und auffällige Komet Hale-Bopp, oder 1999 die totale Sonnenfinsternis über Süddeutschland und Österreich.Vielleicht hat auch der kürzlich stattgefundene extrem seltene Venusdurchgang vor der Sonne wieder den einen oder anderen dazu bewegen können, sich mit Astronomie zu befassen.
Obwohl man heute schon viele interessanten Bilder und Informationen im Internet abrufen kann, die direkte Beobachtung am eigenen Teleskop, sei es nun Mond, Planeten oder ein seltenes Himmelereignis, kann kein Computerbildschirm ersetzen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Welche Art von optischen Geräten man benötigt hängt erst einmal davon ab, ob man Einsteiger ist, oder sein Instrumentarium erweitern möchte und was man genau beobachten möchte. Für eine Mondfinsternis reicht schon ein Feldstecher. Will man Planeten beobachten, braucht man schon ein leistungsfähigeres Gerät. Wichtig für die Leistung ist nicht, wie man meinen könnte, die Vergrößerung, sondern die Öffnung. Je größer die ist, desto mehr Licht fällt nämlich hinein. Bei zu kleine Öffnung nützt nämlich eine zu starke Vergrößerung gar nichts, das Objekt erscheint dann zu dunkel und aufgrund der durch die kleine Öffnung entstehenden Lichtbeugung auch noch unscharf. Aus dem gleichen Grunde sollte man auch bei Teleskopen mit großer Öffnung die Vergrößerung nicht zu stark wählen - soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Bei Planeten wird man mehr Vergrößerung brauchen, als bei Sternhaufen, Nebeln und Kometen, hierfür sollte man die Vergrößerung möglichst gering wählen, umso heller erscheint das Objekt. Man unterscheidet zwei Arten von Teleskopen: Linsenfernrohre und Spiegelfernrohre. Spiegelfernrohre haben den Vorteil, dass sie aufgrund des durch die Spiegelung gefalteten Lichtstrahls kürzer sein können und durch die Reflexion kein Lichtverlust entsteht.Für bestimmte Beobachtungen können jedoch nur Linsenfernrohre benutzt werden, z. B. bei der Sonnenbeobachtung mittels Projektionsmethode, wenn kein Sonnenfilter zur Verfügung steht, bei dieser wird das Bild der Sonne durch das Teleskop samt Okular auf eine weiße Fläche projeziert, da eine direkte Beobachtung der Sonne ohne spezielle Objektivfilter zur sofortigen Erblindung führen würde. Bei Spiegelteleskopen ist eine Sonnenprojektion nicht möglich, da aufgrund des gebündelten Sonnenlichtes der Fangspiegel im Innern des Spiegelteleskopes durch Hitzeeinwirkung zerstört würde. Braucht man dagegen sehr große Teleskopdurchmesser, weil sehr lichtschwache Objekte beobachtet werden sollen, so sind Spiegelteleskope von Vorteil, da bei der Reflexion am Spiegel kein Lichtverlust entsteht, während eine Linse immer etwas Licht verschluckt. Übersteigt ihr Durchmesser ein bestimmtes Maß, kommt es aufgrund ihres Eigengewichtes zudem zu Verformungen, was beim Spiegel nicht der Fall ist, da er mit der gesamten Fläche aufliegt. Für Einsteiger werden erst einmal einfachere, leicht zu handhabende Instrumente genügen. Ich empfehle entweder ein Linsenfernrohr von 6cm Öffnung mit drei verschiedenen Okularen und einen Sonnenprojektionsschirm.
Hände weg von sogenannten Okularsonnenfiltern! Die können durch die Hitzeeinwirkung des gebündelten Sonnenlichtes platzen. Sofortige Erblindung wäre die Folge! Sonnenfilter gehören grundsätzlich auf das Fernrohrobjektiv! 
Oder ein kleines Reise- Spiegelteleskop, z.B. das Celestron 90 mit 9 cm Öffnung, das auf jedes Fotostativ geschraubt werden kann und mit einem Zenitprisma und verschiedenen Okularen ausgestattet ist, mit passenden Adapterringen lässt sich auch eine Spiegelreflexkamera anbringen. Für das C90 gibt es auch passende Sonnenfilter zu kaufen, Sonnenprojektion nicht möglich, da Fangspiegel zerstört würde.
Für den Einstieg in die H-Alpha-Sonnenbeobachtung gibt es seit dem Jahre 2004 das Personal Solar Teleskope von Coronado, das mit ca. 600-700 € durchaus erschwinglich ist. Es enthält neben Infrarot- und Ultraviolett-Sperrfiltern einen justierbaren H-Alpha Haupt- sowie einen Blockfilter, die beide nur die H-Alpha- Spektrallinie mit einer Halbwertbreite von < 0,9 Angström passieren lassen. Das ermöglicht die Beobachtung von Sonnenprotuberanzen und auch schon vieler Oberflächendetails wie Flares, Filamenten und der Granulation der Chromosshäre der Sonne. Auch das Coronado-PST hat ein Schraubgewinde für Fotostative. Bevor das Coronado-PST auf den Markt kam, kosteten H-Alpha Beobachtungsgeräte von gleicher Qualität wie das PST ab 2000 € aufwärts. 
Die beiden letztbeschriebenen Instrumente haben zudem den Vorteil, dass sie so klein sind, dass sie ins Kabinengepäck bei Flugreisen passen, ideal für Hobbyastronomen, die viel auf Reisen sind, und das sind viele, denn wer beispielsweise eine totale Sonnenfinsternis einmal live erleben möchte, kommt um eine Fernreise nicht herum. Und da astronomische Instrumente äußerst wertvoll sind, gehören die wirklich nicht auf das Laufband eine Flughafens, es wäre äußerst ärgerlich, wenn die verloren gingen, oder beschädigt würden, denn die Ersatzleistungen der Fluggesellschaften bei Verlust oder Beschädigung richten sich nach dem Gewicht und nicht nach dem tatsächlichen Wert des Gepäckinhalts. Bei der Sicherheitskontrolle meines Handgepäcks mit den beiden Teleskopen gab es bisher jedenfalls nie Probleme.
Grundsätzlich sollte man nicht irgendein billiges Kaufhausteleskop kaufen, denn da ist leider oft viel Schrott im Handel. Am besten geht man zu einem Fachhändler oder informiert sich im Internet. 

Gernot Lausen

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Mittwoch, 6. Juni 2012

Letzter Venustransit für die nächsten 105 1/2 Jahre

Ein extrem seltenes Himmelsereignis war in den frühen Morgenstunden des 6. Juni 2012 zu beobachten, der Planet Venus hatte sich im Laufe der Nacht vor die Sonne geschoben und war bei Sonnenaufgang noch knapp zwei Stunden als pechschwarzes Scheibchen vor der hellen Sonnenscheibe zu sehen, ehe sie kurz vor sieben Uhr am rechten oberen Sonnenrand wieder verschwand.
Bereits vor acht Jahren hat es schon einmal einen Venustransit gegeben, am 8. Juni 2004. Es war der erste seit 121 1/2 Jahren, davor fand der letzte am 6. Dezember 1882 statt. Venusvorübergänge vor der Sonne sind extrem selten, weil die Venus nur alle 19 Monate zwischen Sonne und Erde vorbeiläuft und ihre Bahn gegenüber der Erdbahn um 3,1 Grad geneigt ist, daher läuft sie normalerweise nördlich oder südlich an der Sonne vorbei. Damit es zu einem Transit kommt, muss sie zeitgleich mit der sogenannten unteren Konjunktion die Ebene der Erdbahn kreuzen, nur dann stehen Sonne, Venus und Erde exakt auf einer Linie, Voraussetzung für einen Venusdurchgang vor der Sonne. Derzeit liegen die dafür notwendigen Zeitfenster zwischen dem 5. bis 9. Juni, und 7. bis 11. Dezember. Kommt die Venus an einem Tag innerhalb dieser Zeitfenster in untere Konjunktion zur Sonne, ereignet sich ein Transit, sie läuft als kleine schwarze Scheibe vor der Sonne vorbei. Und heute war es wieder soweit, nach dem kürzesten möglichen Zeitabstand von acht Jahren nun schon zum 2. Mal, ein dritter nach wiederum acht Jahren ist nicht möglich, sondern nur maximal zwei. Im Gegensatz zu dem Transit am 8. Juni 2004, der morgens begann und in ganzer Länge den gesamten Vormittag bei bestem Wetter zu verfolgen war, begann der Durchgang am 6. Juni dieses Jahres bereits in der Nacht, nur die letzten knappen zwei Stunden vor dem Ende war er von Norddeutschland aus noch zu verfolgen. Glücklicherweise spielte auch dieses Mal das Wetter mit, der Himmel war nur leicht bewölkt und Richtung Nordosten sogar bis auf wenige Schleierwolken völlig frei. Das war auch gut so, denn den nächsten Venustransit am 11. Dezember 2117 wird kein jetzt lebender Mensch mehr erleben. Daran sieht man, wie kurz ein Menschenleben gegenüber kosmischen Ereignissen ist. Und ich bin so unendlich dankbar, dass ich gerade zu der Zeit auf der Welt sein darf, zu der sich gerade diese beiden Venustransite ereignet haben und diese auch erleben durfte, weil alle Begleitumstände wie Wetter, zeitlicher Ablauf mitgespielt haben.
glausen

Die Venus als pechschwarzes Scheibchen vor der Sonne, zum 2. Mal nach acht Jahren
abfotografiert von einer Sonnenprojektionsanlage

Hier durch ein Spiegelteleskop mit Sonnenfilter fotografiert

Die schwarze venus durch ein H-alpha-Telekop (Coronado-PST) gesehen

Langsam entweicht die Venus wieder in die schwarze Dunkelheit

Da konnte wirklich nichts mehr schiefgehen, kaum Wolken Richtung aufgehender Sonne






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