Freitag, 7. Oktober 2011

Glausen's Wettertagebuch 07.10. 2011

Beständig war nur der Wechsel, besser kann man das Wetter heute nicht beschreiben. Mal strahlender Sonnenschein, eine Viertelstunde später dichte Wolken und kräftige Regenschauer, gestern Abend sogar mit Gewittern durchsetzt. Fast wie im April, nur, dass wir mittlerweile Oktober haben. Die Gewitter entstehen dadurch, dass sehr kalte Luft über die noch relativ warme Nordsee strömt, wodurch ein hoher Temperaturunterschied mit entsprechendem Energiepotenzial entsteht, das die Bildung von Gewittern ermöglicht. Diese Herbstgewitter entstehen also über der Nordsee. Hingegen enstehen im Frühjahr und Sommer die Gewitter über dem von der Sonne stark aufgeheiztem Land, vor allem, wenn die Luft selber kalt ist.
Am morgigen Samstag noch leichte Schauer, aber die sonnigen Abschnitte fallen bei uns im Norden am längsten aus. Der Sonntag startet noch freundlich, später zieht dann aber wieder Regen auf. Für die nächste Woche deutet sich nach anfänglichem Regen wieder Wetterberuhigung und auch steigende Temperaturen an, in Norddeutschland aber, wenn überhaupt, wahrscheinlich erst in der zweiten Wochenhälfte.

glausen



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Mit dem Fahrrad unterwegs - sicher und ohne Pannen

Obwohl heute der eigene PKW das Statussymbol schlechthin ist, erfreut sich auch das Fahrrad großer Beliebtheit. Vor allem bei jungen Leuten, die sich noch keinen eigenen PKW oder motorisiertes Zweirad leisten können. Aber auch viele andere nutzen das Fahrrad doch recht gerne, sei es, um bei schönem Wetter der Natur näher zu sein, als man das mit dem Auto wäre, man etwas für seine Gesundheit tun, und sich Bewegung verschaffen möchte oder, wenn nur kurze Wege zurückzulegen sind, sich deshalb des PKW nicht lohnt und man sich die lästige Parkplatzsuche sparen will. Ich selber kann mir keinen eigenen PKW leisten, deshalb ist für mich das Fahrrad das, was für andere ihr Auto ist. Am Wochenende vom 10. auf den 11. September 2011 z.B. bin ich mit meinem Fahrrad von Fleckeby bis nach Hanerau-Hademarschen und zurück gefahren (siehe meinen Bericht: Aberteuertrip zur Nassen Nacht nach Hanerau-Hademarschen).
Aber auch als Sportgerät wird das Fahrrad gerne genutzt. Je nach Nutzungsart gibt es die unterschiedlichsten Fahrräder. Rennräder z.B. sind sehr leicht und haben nur sehr dünne Reifen, BMX-Geländefahrräder dagegen sehr dicke mit grobem Profil. Als gewöhnliches Verkehrsmittel benutzt man normale Tourenräder mit Standart-Reifenstärke. Auch meines ist von diesem Typ. Wer viel mit der Fahrrad unterwegs ist, so wie ich, sollte nicht an Material sparen. Sonst kann die schönste Fahrradtour schnell im Frust enden. Als erstes ist ein solider stabiler Rahmen wichtig. Die Felgen sollten aus rostfreiem Stahl bestehen. Fahrräder habe heute üblicherweise Gangschaltung. Es gibt zwei Arten: Ketten- und Nabenschaltung. Sport- und Geländefahrräder haben meist Kettenschaltung, Tourenräder, wie meins eine Nabenschaltung. Ich habe eine 7-Gang Nabenschaltung, die über einen Drehgriff am rechten Ende der Lenkstange bedient wird und habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Die Kette ist eines der wichtigsten Teile und darf weder zu locker, noch zu stramm sitzen. Sie sollte immer gut gefettet sein. Auch die Kammräder am Tretlager und am Hinterrad regelmäßig auf Abnutzung kontrollieren und ggf. vom Fachmann mitsamt Kette austauschen lassen. Kleinere Reparaturen wie Reifenwechsel etc. kann man auch selber machen, wenn man einigermaßen geschickt ist.
Nächster wichtiger Sicherheitsaspekt: Die Bremsen. Die Stvo. schreibt zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, separat für das hintere und vordere Laufrad. Das hintere Laufrad wird mit der Rücktrittbremse (bei Nabenschaltung), beim vorderen Laufrad entweder eine Reifen- oder eine Felgenbremse. Eine Felgenbremse ist in jedem Fall besser. Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung gibt es keine Rücktrittbremse, das hintere Laufrad wird hier von einer Felgenbremse, die, wie auch die Bremse für das vordere Laufrad, von der Lenkstange aus bedient wird, zum Stehen gebracht.
An den Reifen auf keinen Fall sparen. Am besten solche mit Pannenschutz nehmen. In denen ist ein Gewebe eingearbeitet, durch das keine spitzen Gegenstände hindurchdringen können. Sie sind zwar teurer, als ohne Pannenschutz, aber ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Auch hält deren Profil sehr viel länger, wichtig, wenn man, so wie ich, sein Fahrrad viel benutzt. Dann bringt es überhaupt nichts, hier am falschen Ende zu sparen, allenfalls Frust, wenn man z.B. mitten in der Pampa im Dunkeln mit platten Reifen dasitzt.
Apropos im Dunkeln: Ganz wichtig sind Reflektoren und Beleuchtung udn möglichst helle Kleidung oder wenigstens einen Reflektor- Schultergurt. Vorgeschrieben sind: Reflektor weiß nach vorne, rot nach hinten, gelbe Tretstrahler und je Laufrad zwei Speichenreflektoren und natürlich weißes Vorder- und rotes Rücklicht. Selbst wenn man meint, noch genug sehen zu können, am wichtigsten ist, dass man gesehen wird. Ich wäre schon so manches Mal beinahe mit einem anderen Radfahrer zusammengekracht, weil der kein Licht anhatte und das bei völliger Dunkelheit. Die Fahrradbeleuchtung wird seit alters her von einem Dynamo gespeist, so wie es die Stvo. vorschreibt. Es gibt zwei Arten: Reifen- und Speichendynamos. Ich verwende und empfehle letzteren, da Reifendynamos schnell abnutzen und bei Nässe durchrutschen, das kann bei einem Speichendynamo, der auf der Nabe des vorderen Laufrades sitzt und von dessen Speichen angetrieben wird, nicht passieren. Falls die im Inneren des Dynamos befindlichen Zahnräder und Gummi-Zahnketten abnutzen, können sie leicht ausgewechselt werden, man muss also keinen ganzen neuen Dynamo kaufen. Die Beleuchtung an sich wird meist noch mit 6 Volt Glühlampen betrieben, es gibt aber schon seit einigen Jahren Fahrradbeleuchtung auf Basis von Leuchtdioden, die ich mittlerweile auch verwende. Ich kann die nur wärmstens empfehlen, denn erstens müssen keine Glühlampen mehr ausgetauscht werden, Leuchtdioden sind geradezu extrem langlebig, das Vorderlicht ist im Gegensatz zum gelblichen Glühlampenlicht leicht bläulich, man kann damit viel besser sehen. Und in der Leuchtdiodenlichtanlage sind kleine Stromspeicher eingebaut, so dass man auch dann noch eine ganze Weile Licht hat, wenn man stehen bleibt, wichtig, wenn man die Vorfahrt anderer Verkehrsteilnehmer abwarten muß. Und gutes Licht ist das A und O bei Fahrten in der Dunkelheit.
Die Stvo. schreibt auch eine Schallsignalmöglichkeit in Form einer helltönenden Klingel vor, die mechanisch funktioniert, an der Lenkstange angebracht ist und von dort auch bedient wird. Regelmäßig auf Funktion überprüfen, ggf. ölen.
Im Gegensatz zu motorisierten Zweirädern ist zwar kein Helm vorgeschrieben, aber durchaus nützlich. Und selbst, wenn man pannensichere Reifen hat, ein kleines Reparaturset mit den wichtigsten Werkzeugen und eine Luftpumpe sollte man immer dabei haben. Falls man mal bei Dunkelheit etwas nachsehen oder reparieren muß, empfehle ich eine batteriebetriebene Stirnlampe, wie sie in vielen Bau- und Supermärkten zu bekommen ist. So hat man immer gerade da Licht, wo man hinsieht und hat beide Hände trotzdem frei.
Bei größeren mehrtägigen Touren mit Camping hat man üblicherweise viel Gepäck mit. Eine Überladung des Fahrrades beeinträchtigt aber die Fahrsicherheit. Ich benutze und empfehle für diesen Zweck einen Fahrradanhänger. Dieser wird mit einer speziellen Kupplung, die an der Sattelbefestigung moniert wird, an das Fahrrad angehängt. Es handelt sich dabei um ein Kugelgelenksystem, das automatisch auskuppelt, wenn der Anhänger oder das Fahrrad umstürzt. Niemals irgendwelche Handwagen mit Bindfaden oder Draht am Fahrrad befestigen. Höchste Unfallgefahr. Für die Beförderung von Kleinkindern mit dem Fahrrad gibt es übrigens auch spezielle Anhänger, die ebenfalls mit dem beschriebenen Kugelgelenksystem am Fahrrad angehängt werden. Das ist auf jeden Fall sicherer, als ein Kindersitz direkt auf dem Fahrrad, da bei einem Sturz dann auch das Kind mit verletzt werden kann, was bei einer Beförderung im Anhänger nicht passieren kann, weil der dann auskuppelt und daher nicht mit umstürzen kann.
Ein weiterer ganz wichtiger Aspekt ist die Diebstahlsicherung. Meist sind es Gelegenheitsdiebe, die ein Fahrrad mitgehen lassen, um mal schnell eben von A nach B zu kommen, weil sie zu faul zum Laufen sind. Die Fahrräder finden sich in Eckernförde dann oft im Hafenbecken wieder. Oder schlicht aus Schabernack. Einmal fand ich im Internet ein Video, auf dem zu sehen war, wie ein Jugendlicher mit einem geklauten Fahrrad in den Eckernförder Hafen fuhr und das Fahrrad natürlich unten blieb. So gelangen sie also auch dorthin. Hier ein paar Tipps, damit Ihr Fahrrad nicht auch eines Tages im Hafen oder sonst wo endet: Speichenschlösser sind völlig ungeeignet. Am besten immer Rahmen und Felgen zusammen mit Stahlseil- oder Bügelschlössern am Fahrradständer oder anderen feststehenden Gegenständen anschließen, so, dass auch keine Vorder- oder Hinterräder abgebaut werden können. Kein Werkzeug oder gar Satteltaschen zurücklassen, notfalls auch den Sattel mit anschließen. Man glaubt gar nicht, was Diebe alles von Fahrrädern abmontieren. Mir wurde z.B. einmal auf em Bahnhof von Schleswig die Anhängerkupplung abmontiert und geklaut.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Beitrag ein paar nützliche Tipps und Ratschläge zum Thema Fahrrad geben konnte und wünsche Ihnen eine schöne, sichere und pannenfreie nächste Fahrradtour ohne böse Überraschungen.
glausen

Das ist mein Fahrrad
                                                               Das ist mein Fahrrad

Hier sollte nicht gespart werden: Die Reifen. Wichtig: Ausreichend Profil
Hier sollte nicht gespart werden: Die Reifen. Wichtig: Ausreichend Profil.

Empfehlenswert, ein Speichendynamo
Empfehlenswert, ein Speichendynamo.

Vorderlicht mit Leuchtdiode, Standlichtfunktion und Reflektor
Vorderlicht mit Leuchtdiode, Standlichtfunktion und Reflektor.

Rücklicht, ebenfalls mit Leuchtdiode, Standlichtfunktion und Reflektor
Rücklicht, ebenfalls mit Leuchtdiode, Standlichtfunktion und Reflektor.


Mein Fahrradanhänger, unerlässlich zum sicheren Transport von schwereren Gepäck
Mein Fahrradanhänger, unerlässlich zum sicheren Transport von schwereren Gepäck.

So und nicht anders wird ein Anhänger am Fahrrad befestigt, das Kugelgelenksystem
So und nicht anders wird ein Anhänger am Fahrrad befestigt, das Kugelgelenksystem.

Für jede Körpergröße das richtige Fahrrad, so wird die Rahmenhöhe errechnet

Ermitteln der sogenannten Schritthöhe:
  1. Hose und Schuhe ausziehen und eine Wasserwaage ausgerichtet zwischen den Beinen nach oben ziehen
  2. Mit einem Zollstock die Höhe zwischen Fußboden und der Oberkannte der Wasserwaage messen. Das ist die Schritthöhe.
Errechnen der Rahmengröße:
  1. Hardtail-Mountainbikes/29er MTB: Die Schritthöhe mal 0,226 ergibt die Rahmenhöhe in Zoll
  2. Fullsuspension Mountainbikes: Die Schritthöhe mal 0,225  ergibt die Rahmenhöhe in Zoll
  3. Rennräder/Singlespeeds/Fitnessbikes: Die Schritthöhe mal 0,665 ergibt die theoretische Rahmenhöhe in cm, bei Triathlonrädern ca. 3,5 - 5cm cm weniger
  4. Trekkingrad/Reiserad/Crossrad/Cityrad: Die Schritthöhe mal 0,66 ergibt die theoretische Rahmenhöhe in cm; Schritthöhe mal 0,259 ergibt die theoretische Rahmenhöhe in Zoll (1 Zoll = 2, 54 cm)    
  5. Jugendfahrräder: Die Schritthöhe mal 0,226 ergibt die Rahmenhöhe in Zoll     
  6. Kinderfahrräder: Hier wird die Größe des Fahrrades nach der Körpergröße bestimmt, nicht nach der Schritthöhe. Außerdem werden Kinderfahrräder nach der größe der Laufräder unterteilt, und nicht, wie üblich, nach der Rahmengröße.
  7. Einräder sind ein Sonderfall. Hier ist die Beinlänge maßgebend. Die Sattelhöhe sollte so eingestellt werden, dass der Sattel bis zur Oberkante des Hüftknochens reicht. Maßgebend für die Fahreigenschaften des Einrades ist die Größe des Laufrades. Ein großes Laufrad gibt mehr Stabilität, ein kleines Laufrad macht das Einrad wendiger.


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