Dienstag, 17. Januar 2012

Sicherheit und Fitness im Wasser

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Als Kind habe ich mit Wasser und Schwimmen wenig am Hut gehabt. Das änderte sich grundlegend als junger Erwachsener. Heute beziehe ich meine Aktivitäten im Wasser in mein normales Fitnesstraining als sogenanntes "Hit In" mit ein (siehe vorhergehende Seite: "Schlank und Fit nützliche Tipps").
Beim "Hit In" wechseln mäßig schnelle Laufbewegungen, etwa joggen mit extrem schnellen Rennen ab. Besonders effizient ist das natürlich im Wasser, wegen des hohen Widerstandes im Wasser (Aquajoggen, Aquafitness), wird in vielen Hallenbädern, darunter auch in Rendsburg, angeboten. Um auch die Armmuskeln zu trainieren schwimmt man im Kraulstil, mäßig schnell, dann kurzzeitig sehr schnell, immer im Wechsel. Und genau das mache ich, vor allem im Sommer im Freiwasser. Ein Trainingstag besteht deshalb immer statt des herkömmlichen, auf der vorhergehenden Seite beschriebenen Trainings aus dem sogenannten "Wasser Hit In". Um den Widerstand im Wasser und damit die Effizienz noch zusätzlich zu erhöhen, gehe ich nicht nur in Badehose, sondern mit normaler voller Kleidung ins Wasser. Da ich zur Laiendarstellergruppe der Eckernförder Piraten gehöre und ich deshalb bei Schauauftritten daher auch in Kleidung schwimmen muss, ist es ohnehin erforderlich, das regelmäßig zu trainieren. Und der Sicherheit dient es auch. Wer es gewohnt ist, sich auch mit Kleidung im Wasser sicher zu bewegen, wird im Notfall nicht so schnell in Panik geraten und in der Lage sein, sich selber, aber auch andere zu retten. Das Schwimmen mit Kleidung ist bei weitem nicht so schwer, wie man meinen könnte. Viele Leute glauben, die Kleidung würde einen nach unten ziehen und geraten alleine schon deshalb in Panik. Ein Irrglaube, im Gegenteil, ich habe festgestellt, dass z.B. eine Winterjacke sogar Auftrieb verschafft, fast wie eine Rettungsweste. Der einzige Unterschied zum Schwimmen in Badebekleidung ist der, dass sich der Bewegungswiderstand im Wasser leicht erhöht, aber mehr auch nicht. Im Sommer ist es kein Problem, das Schwimmen mit Kleidung zu trainieren, denn in Freigenwässern gibt es keine Badekleidungsverordnung. In den Hallenbädern, auf die man im Winter angewiesen ist, sieht das ganz anders aus. Nur vereinzelt gibt es Hallenbäder (leider sind es noch zu wenige) die zu bestimmten Zeiten oder bei besonderen Veranstaltungen das Schwimmen in (selbstverständlich schranksauberer) Kleidung erlauben. Im Schwimmzentrum Rendsburg z.B. gibt es von Oktober bis Mai an jedem 1. Samstag im Monat von 18 bis 19 Uhr das sogenannte "Pyjamaschwimmen", bei dem zusätzlich zur normalen Badehose saubere helle nichtfärbende Kleidung ohne Knöpfe und Reißverschlüsse aus Metall erlaubt sind.
Freundlicherweise erlaubte mir im letzten Jahr ein Hotel, im hauseigenen Pool ein Training in Winterkleidung. Grundsätzlich ist beim Kleiderschwimmen in der Halle, so es denn möglich ist, zu beachten: Nie mit der Kleidung ins Wasser, die auf dem Weg zur Schwimmhalle getragen wurde. Unbedingt vor dem Schwimmen (nackt) duschen und nur mit absolut schranksauberer Kleidung ins Wasser. So habe ich das auch im Hotelpool gemacht, und so verfahre ich grundsätzlich, wenn ich in Rendsburg, oder auch anderwo zum Kleiderschwimmen gehe. Dann ist das hygienisch absolut unbedenklich. Leider sehen das viele Leute anders, und Hallenbäder, die das Kleiderschwimmen zu oft erlauben, würden andere Gäste vergraulen, alleine deshalb gibt es so wenig Hallenbäder, die das ermöglichen. In den Niederlanden dagegen ist das Schwimmen mit Kleidung sogar ein fester Bestandteil des regulären Schwimmunterrichts für Schulkinder, wie ich bei youtube festgestellt habe, und mehr noch, auch amphibische Überlebens- und Sicherheitstrainingseinheiten gehören zum Unterricht. Warum nicht auch bei uns? Zumal das, zumindestens für mich, und sicher auch für die meisten Kinder ein großer Spaß ist. Und wer, so wie ich, die Berührung mit dem Wasser, auch bei einem echten Notfall nicht als Bedrohung, sonden als Spaß und dabei Lust und Freude empfindet, wird niemals in Panik geraten, soverän, sicher und überlegt reagieren und hat damit eigentlich schon gewonnen.
Hinweis: Als Anfänger niemals alleine in unbekannten Gewässern üben. Möglichst einer Gruppe, z.B. DLRG, anschließen, viele Ortsvereine der genannten Organisation bieten Schwimmkurse und Sicherheitstraining an. Im Sommer möglichst an bewachte Strandabschnitte gehen und im Flachwasserbereich üben, wo man sich notfalls sofort wieder hinstellen kann. Bei Wadenkrämpfen: Bein strecken und Fuß nach oben, zu Brust und Kopf hin drehen. Nicht in Panik geraten. Man kann sich ohne weiteres auch ohne Beinbewegung über Wasser halten, auf den Rückenlegen und leichtes Rudern mit den Armen reicht schon aus.
Lösen eines Wadenkrampfes
Lösen eines Wadenkrampfes


Auf diesem Video sieht man deutlich, dass die Winterjacke wie eine Schwimmweste wirkt




Klären Sie mit Ihren Hausarzt ab, ob aufgrund Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes ein Fitness- und Sporttraining ein Risiko für Sie sein könnte, bevor Sie ein Trainingsprogramm beginnen.

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